Arthrose

Kaum kommt man in ein gewisses Alter, fangen Hüfte und Knie wie auch andere Gelenke an zu schmerzen. Ein möglicher Befund könnte Arthrose sein und sollte bei dauerhaften Beschwerden vom Arzt abgeklärt werden. Doch wie kann man vorbeugen?

© Holger Schossig

Bewegung heißt hier die Devise. Jedoch nicht zuviel, denn keine Bewegung kann mitunter genauso schaden, wie der Extremsport der Leistungssportler. Auch sollte darauf geachtet werden, dass die Gelenke und Muskeln nicht einseitig belastet werden. Gerade, wer Schmerzen hat, schon bewusst und unbewusst die schmerzenden Glieder.

Wie entsteht Arthrose?

Allerdings ist Arthrose, also Gelenkverschleiß keine Krankheit, die nur Senioren betrifft. Auch eine große Anzahl an jungen Menschen haben diese Krankheit. Jedoch leidet in unserer Gesellschaft, bei der 60+ Generation schon jeder zweite unter Gelenkverschleiß. Denn je älter wir werden desto mehr nutzt sich die Knorpelschicht, die die Gelenke schützt, ab. Inwieweit sich die Knorpelschicht abnutzt kommt auf viele Faktoren an. Dies können beispielsweise Fehlstellungen der Hüfte, Krankheiten wie Gicht oder Osteoporose oder auch Veranlagung sein. Selbstverständlich kommt es auch darauf an, ob die Person Leistungsport betrieben hat und somit die Gelenke schneller verschlissen sind. Aber auch Bewegungsmangel oder Übergewicht können Arthrose beschleunigen.

Wo tritt Arthrose auf?

Vor allem die großen Gelenke sind von Verschleißerscheinungen betroffen. Aber auch die kleinen Gelenke, wie zum Beispiel von Händen, Füßen, Ellbogen und Schultern können von Arthrose betroffen sein. Daher ist es besonders wichtig vorzubeugen, denn die Krankheit lässt sich aufhalten oder zumindest so eindämmen, dass keine großen Beeinträchtigungen entstehen. Die sehr belasteten Gelenke sollten so immer wieder entlastet und die nicht so stark beanspruchten sollten mit Sport gekräftigt werden.

Welche Symptome zeigen sich bei Arthrose?

Ein besonders auffallendes Merkmal ist das „einrosten“ der Gelenke nach Ruhesituationen. Das heißt, wenn das Gelenk eine Weile geschont wird und man dann wieder mit der Arbeit beginnen möchte, dauert es eine Zeit, bis man wieder in Gang kommt. Das kann etwa beim Aufstehen oder auch beim Treppensteigen sein – wenn die Gelenke überfordert werden. Diese Symptome nennen Ärzte Anlauf- Belastungs- oder Ermüdungsschmerzen. Bei fortgeschrittener Verschleißerscheinungen treten die Schmerzen schon auf, wenn sich der Arthrose Patient nur normal bewegt. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto mehr werden die Schmerzen, auch dann, wenn der Patient in Ruhesituationen ist, wie beispielsweise nachts im Bett.

Allerdings sollte auch schon auf die kleinsten Symptome geachtet werden, denn es müssen nicht immer Schmerzen auftreten. Es können ebenso „nur“ kleine Entzündungen sein, in denen das Gelenk sich rötet und anschwillt und leichte Schmerzen verursacht. Nach einer Behandlung der Entzündung kann der Patient durchaus lange Zeit schmerzfrei sein. Daher sollten solche Entzündungen immer von einem Arzt abgeklärt werden, um einer Arthrose vorzubeugen, die entsprechende Therapie zu beginnen und so die Erkrankung aufzuhalten oder einzudämmen.

 

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