Technik zum Wohle der Menschen – Der Defibrillator

Jeder hat es schon einmal gesehen, die Benutzung der kleinen Lebensretter wie sie in einem Film dargestellt werden. Da fällt ein Mensch mitten auf der Straße in Ohnmacht – und schnell ist jemand mit einem mit Defibrillator vor Ort. Diese plötzlichen Attacken können einen Herztod zur Folge haben. Und genau hier kommt der Defi, wie er umgangssprachlich auch genannt wird zum Einsatz, denn er kann Leben retten!

Aber was ist ein Defibrillator

S. Hofschlaeger  / pixelio.de

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Ein Defi ist ein technisches Gerät, das beim sogenannten Kammerflimmern zur Anwendung kommt. Ein sehr hoher Prozentsatz aller plötzlichen Herztode lassen sich auf ein Kammerflimmern zurückführen. Mit einem Defibrillator werden kleine Stromstöße erzeugt die es dem Erregungsleitsystem im Herz ermöglichen, wieder die normale Stimulation der Herzmuskeln zu übernehmen. Ein Defi gibt also einen Impuls an das Herz, um das beim Kammerflimmern entstandene Chaos im Herzen wieder in geregelte Bahnen und Funktionen zu leiten. Weil das Kammerflimmern unweigerlich zu einem sofortigen Kreislaufzusammenbruch und zur Bewusstlosigkeit führt, wird bei derart Zwischenfällen im Allgemeinen ein Arzt hinzugerufen, der dann den Defibrillator einsetzt.
Im Regelfall gibt es diese Geräte in einem Rettungsfahrzeug und in Krankenhäusern, zum Beispiel in der Notaufnahme, einer Intensivstation oder im Operationssaal. Da hier die Anwendung von speziell geschultem Personal vorgenommen wird, kommen üblicherweise manuelle Defibrillatoren zum Einsatz. Hierbei wird über große Elektroden, die als Paddles auf der Brust des Patienten angebracht sind, die benötigte Energie abgegeben. Es ist von enormer Bedeutung, das die Defibrillation so schnell als möglich durchgeführt wird. Denn es reichen schon wenige Minuten infolge von Sauerstoffmangels irreparable Schäden insbesondere am Gehirn, aber auch in den anderen Organen entstehen zu lassen.

Ein Defibrillator kann Leben retten

Um diese gefährlichen Situationen etwas zu entschärfen, ist man Anfangs der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts dazu übergegangen auch in öffentlichen Gebäuden und in Flughäfen noch eine andere Art an Defis für den allgemeinen Gebrauch zur Verfügung zu stellen. Im Gegensatz zu den manuellen Defis gibt es hier den ,,Automatisierten externen Defibrillator“ oder AED. Dieser wurde speziell für Laien, also ungeschultem Personen entwickelt. Auch gibt es in der Bauweise Unterschiede, es steht eine halbautomatische und eine vollautomatische Variation zur Verfügung. In weiten Bereichen der öffentlich zugänglichen Defis wird überwiegend die vollautomatische Version eingesetzt.
Eine kurze aber sehr aussagekräftige Anleitung ist bei diesen Geräten aufgedruckt, so dass es jeder Person möglich wird sofortige Hilfe zu leisten. Üblicherweise kann ein Laie ja nicht unbedingt einschätzen, warum eine andere Person in Ohnmacht gefallen ist. Ob hier nun Kammerflimmern vorliegt oder nicht, in diesen vollautomatischen ADE ist ein Sicherheitssystem integriert. Der ADE kann von sich aus diagnostizieren, ob eine Defibrillation nötig ist oder nicht. Es können somit fast alle Bedenken für den zu Hilfe kommenden ausgeräumt werden. Er muss sich lediglich auf die Ansagen des Gerätes konzentrieren und diesen Folge leisten. Also, nicht lange überlegen, hier sind Sekunden und ganz wenige Minuten entscheidend über Leben und Tod.

Übrigens, zu einer erfolgreichen Wiederbelebung gehört nicht nur der Einsatz des Defibrillators, sondern auch eine Herz-Lungen-Wiederbelebung.

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