Rechtzeitig daran denken: die Bestattungsvorsorge

Die meisten Menschen schieben den Gedanken an den Tod eines geliebten Menschen oder gar an den eigenen Tod möglichst weit von sich. Das Sterben ist in der modernen, westlichen Kultur gar eine Art Tabuthema. Doch wer sich rechtzeitig um die eigene Bestattungsvorsorge kümmert, spart sich oder den Angehörigen viel Stress, wenn der Todesfall eintritt. Die Angehörigen sind dann erst einmal von der Trauer überwältigt und wohl auch mit der Situation überfordert. Umso wichtiger ist die rechtzeitige Vorsorge für Menschen, die keine nahen Verwandten mehr haben.

Das Wichtigste: die Grabstätte

©mpdrei master@aboutpixel.de

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Bis vor wenigen Jahrzehnten war es üblich, dass die Mitglieder einer Familie in Familiengräbern bestattet werden, wie sie auch heute noch in ländlichen Regionen üblich sind. Doch mittlerweile leben die Familien aus beruflichen Gründen weit verstreut, die Bestattung im Familiengrab ist also nicht ohne Weiteres möglich. Schließlich wollen die meisten Menschen dort begraben werden, wo sie wohnen. Die Grabplätze sind aber gerade in den Städten relativ rar. Deshalb sollte sich darum jeder schon rechtzeitig zu Lebzeiten darum kümmern. Üblicherweise wird die Grabstelle für einen bestimmten Zeitraum von der jeweiligen Kommune gepachtet. Idealerweise sollte man bei dieser Gelegenheit auch gleich an den Grabstein denken, den es in verschiedenen Ausführungen etwa aus Stein oder Metall gibt. Allerdings lohnt sich im Vorfeld ein Blick auf die Friedhofsordnung, in welcher festgehalten ist, ob es Vorschriften bezüglich der Grabgestaltung gibt.

Empfehlenswert: eine Sterbegeldversicherung

Eine würdevolle Bestattung, welche die Angehörigen für den Verstorbenen organisieren wollen, kann richtig ins Geld gehen. Für das Bestattungsunternehmen, den Blumenschmuck und die Trauerfeier kann sich schnell ein Betrag im oberen vierstelligen oder gar fünfstelligen Bereich zusammenläppern. Deshalb schließen viele rechtzeitig eine Sterbegeldversicherung ab, die zumindest den größten Teil der Kosten übernimmt. Diese lohnt sich allerdings nur dann, wenn keine ausreichenden Ersparnisse vorhanden sind, um die Kosten für die Bestattung zu übernehmen. Für Menschen, die ihr Budget relativ knapp kalkulieren müssen, ist sie dagegen fast ein Muss. Zumal sie einen weiteren Vorteil bietet: Es handelt sich um eine zweckgebundene Versicherung. Sollte der Versicherte beispielsweise pflegebedürftig werden, darf das angesparte Vermögen nicht für die Kosten der Pflege verwendet werden.

Die Grabpflege vertraglich sicherstellen

Selbst wenn die Bestattung geregelt ist, bleibt für viele Betroffene die Frage offen, wer sich um die Grabpflege kümmern soll, nachdem sie verschieden sind. Das betrifft vor allem Alleinstehende, die keine nähere Verwandtschaft haben sowie Menschen, deren Kinder und Verwandte in relativ großer Entfernung leben. Sie können mit jedem Bestattungsunternehmen oder Gärtnereien wie der Friedhofsgärtnerei Hamburg einen Grabpflegevertrag abschließen. Auch Versicherungen bieten diese Leistung mittlerweile an und organisieren bei Bedarf auch die Bestattung. Wird der Vertrag mit einer Gärtnerei oder einem Bestattungsunternehmen geschlossen, sollten die Betroffenen die vereinbarten Beträge am Besten auf ein Treuhandkonto einzahlen. Dann ist die weitere Grabpflege gewährleistet, auch wenn das Unternehmen – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr existieren sollte. In dem Fall kann ein anderes Unternehmen die vertragliche Verpflichtung übernehmen.

Wird der Vertrag dagegen mit einem Bestatter direkt abgeschlossen, können die Betroffenen bereits im Vorfeld festlegen, wie ihre Bestattung gestaltet werden sol. Beispielsweise können sie festlegen, ob sie eine Erd- oder Feuerbestattung wünschen, welche Blumendekoration auf dem Sarg angebracht werden soll und mit welcher Kleidung sie begraben werden wollen. Dieser Vertrag ist übrigens rechtsverbindlich und auch über den Tod hinaus gültig. Das bedeutet: Die Erben haben keinen Einfluss mehr auf den Ablauf der Bestattung und können hier nichts mehr ändern. Der Bestatter ist lediglich dem Wunsch des Verstorbenen verpflichtet und muss dafür sorgen, dass dieser auch erfüllt wird.

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1 Kommentar

  1. Irina M. 16. Juni 2014 at 12:22 Reply

    Es ist echt Schade, dass das Thema Tod, Bestattung etc. heutzutage ein solches Tabuthema ist. Dabei macht es durchaus Sinn und erleichtert einiges, sich zu Lebzeiten damit zu beschäftigen. Gerade für die Angehörigen, denen es in einer solchen Situation schwer fällt wichtige Entscheidungen in diesem Zusammenhang zu treffen, ist es eine Erleichterung zu wissen, dass der Verstorbene sich schon zu Lebzeiten Gedanken gemacht hat und alles in seinem Sinne ist.

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