Welche Versicherungen benötige ich als Rentner?

Diese Frage stellt sich oft, denn in den meisten Fällen sind Senioren überversichert. Daher ist es ratsam die Versicherungen immer wieder zu prüfen, aber vor allem vor dem Eintritt ins Rentenalter. Denn wer aus dem Beruf ausscheidet benötigt keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr. Ebenso ist eine Risikolebensversicherung auch wenig sinnvoll.

Doch was ist nun wirklich nötig?

Haftpflichtversicherung

Unverzichtbar ist natürlich eine Haftpflichtversicherung, da man, egal wie alt man ist, für Sach- und Personenschäden haftet und zwar in voller Höhe. Prüfen sollte man aber, welchen Tarif man hat. Denn sind die Kinder aus dem Haus, kann der Tarif auf einen Partnertarif umgestellt werden. Es gibt immer noch zahlreiche Versicherungsnehmer, die die Kinder in der Versicherung haben, obwohl diese schon selbst versichert sind.
Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die pauschale Deckungssumme mindestens fünf Millionen Euro beträgt. Selbstverständlich können dabei noch spezielle Risiken, wie zum Beispiel einen Verlust des Schlüssels, zusätzlich abgesichert werden. Wichtig ist aber auch, dass man auf die Forderungsausfall-Deckung achtet. Dies heißt, dass man einen Ersatzanspruch gegenüber der eigenen Versicherung hat, wenn man geschädigt wurde und der Schädiger kann den Schaden nicht durch eine Geldsumme oder durch die Haftpflichtversicherung wieder gutmachen. Hat der Versicherte noch einen aktiven Rechtsschutz, kann auch ohne weitere Kosten gegen den Verursacher des Schadens prozessiert werden. Diese Kosten zahlt dann ebenfalls die Versicherung.

Hausratversicherung

Es macht durchaus Sinn eine Hausratversicherung zu haben. Wichtig dabei ist, dass sie immer wieder geprüft wird und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst wird, da sich im Laufe der Zeit doch einiges an Wertstücken ansammeln kann. Manche Menschen trennen sich aber mit zunehmendem Alter von Wertgegenständen oder ziehen womöglich in eine kleiner Wohnung um. So kann bares Geld gespart werden und eine Überversicherung ausgeschlossen werden.
Was man auf jeden Fall dabei beachten sollte, ist dass ein Unterversicherungsverzicht vereinbart wird. Das soll heißen, dass die Versicherung den Schaden (Wiederbeschaffungswert) ersetzt, auch wenn die Versicherung niedriger wie der Versicherungswert ist. Wer das Wohnflächenmodell (Versicherungssumme/Quadratmeter) abschließt, muss sich keine Gedanken machen, denn in der Regel ist der Unterversicherungsverzicht darin enthalten.

Kfz-Haftpflichtversicherung

Solange man ein Auto fährt, ist auch die Kfz-Haftpflichtversicherung unabdingbar. Die gesetzlich vorgeschriebenen 7,5 Millionen Euro für Sachschäden sollten allerdings bis zur maximalen pauschalen Deckungssumme von 100 Millionen Euro aufgestockt werden. Denn wenn ein großer Schaden entsteht, reicht die gesetzlich vorgeschriebene Deckungssumme oftmals nicht wirklich aus.

Wohngebäudeversicherung

Wer Eigentümer eines Hauses ist kommt um eine Wohngebäudeversicherung nicht herum. Denn bei dieser Versicherung wird nicht nur der Inhalt sondern das ganze Gebäude gegen Schäden versichert. Darin enthalten sind in der Regel auch Zerstörung durch Hagel, Sturm, Feuer und Leitungswasser. Wer Glasschäden, Elementarschäden (z.B. Überschwemmung) oder Überspannungsschäden (durch einen Blitzeinschlag) absichern möchte, kann dies gegen einen Mehrbetrag tun.
Doch wie findet man die richtige Versicherung bzw. den richtigen Versicherungspartner? Das ist in dem Dschungel der Anbieter gar nicht so einfach. Die meisten Senioren haben bereits einen Vertreter, dem sie seit Jahren vertrauen. Aber dennoch kann man sich in der heutigen Zeit gut über das Internet vorab informieren. So entgeht man der Gefahr, dass ein Versicherungsfachmann es besonders gut mit den Versicherungsnehmern meint. Wer Kontra bieten kann ist dabei klar im Vorteil. Lassen Sie sich also keine unnötigen Versicherungena aufschwätzen!!!

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