Wohnen im Alter

Nicht nur körperliche Gebrechen machen vielen Senioren zu schaffen, sondern auch ihr eingeschränkter Bewegungsradius. Für die Betroffenen bedeutet das oft: Sie können sich nicht mehr alleine versorgen, sondern müssen die geliebte Wohnung verlassen und in ein Pflegeheim ziehen. Deshalb sollten sie sich schon frühzeitig mit dem Thema Wohnen im Alter beschäftigen.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Wohnkonzepten für Senioren. Die Bandbreite reicht von Seniorenresidenzen über betreutes Wohnen bis hin zu Wohngemeinschaften, in welchen sich die Senioren gegenseitig unterstützen können. Senioren, die möglichst lange in der eigenen Wohnung leben wollen, sollten sich auf jeden Fall rechtzeitig um eine behindertengerechte Einrichtung kümmern, natürlich in Abstimmung mit dem Vermieter. Mit einigen einfachen baulichen Maßnahmen lässt sich die Mobilität gewährleisten. Dazu gehören beispielsweise Türen, die so breit sind, dass ein Rollstuhl hindurchpasst. Ein Treppenlift beispielsweise, ist notwendig, wenn sich die Wohnung über mehrere Stockwerke erstreckt. Zuschüsse für den Umbau gibt es unter Umständen bei der Pflegekasse.

Was ist die Pflegekasse?

In Deutschland sind Pflegekassen die Träger der gesetzlichen Pflegeversicherung. Der erste Ansprechpartner zur Pflegeversicherung ist die Krankenkasse oder die Bundesknappschaft.

Die Pflegekassen sind für alle finanziellen Belange rund um die Pflege zuständig und sollen eine flächendeckende Versorgung gewährleisten. Dabei hängt die Höhe der Leistungen davon ab, in welcher der drei Pflegestufen die Betroffenen eingruppiert sind. Welche finanziellen Hilfen es für Menschen mit Behinderungen gibt, ist im Ratgeber „Finanzielle Hilfen für Menschen mit Behinderungen“ zusammengefasst.

Falls der Antrag bewilligt wird, zahlt die Pflegekasse einmalig einen pauschalen Betrag von maximal rund 2.500 Euro. Zuschüsse können aber auch bei der Rentenversicherung oder die Berufsgenossenschaft sein. Diese springt dann ein, wenn der Treppenlift als Folge einer Berufskrankheit erforderlich ist.

Welche Vorteile hat ein Treppenlift?

Ein Treppenlift ist für Menschen gedacht, die allein und aus eigener Kraft keine Treppen mehr steigen können. Treppenlifte bestehen aus einer Plattform, die auch als Sitzgelegenheit dient, sowie einer Führungsschiene. Diese wird entweder auf der Treppe oder an der Wand montiert. Unter der Sitzplattform ist außerdem meist das Antriebsaggregat untergebracht, das für den Transport sorgt. Da sich die Treppen in den Häusern stark unterscheiden, werden Treppenlifte meist individuell hergestellt.

Für den Einsatz von Treppenliften gelten in Deutschland strenge Sicherheitsvorschriften. So müssen die Lifte mit Stützlehnen und Sicherheitsgurten ausgestattet sein. Für den Fall, dass es zu einem Stromausfall kommt, müssen sie außerdem mit einer Notstromversorgung oder einem Akku ausgestattet sein. Weiterhin existieren DIN- und ISO-Normen, welchen der Treppenlift entsprechen muss.

Bildquelle: © Martin Siefket / pixelio

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