Sinkende Renten – Was Verbraucher dagegen tun können

In Deutschland beziehen derzeit rund 20 Millionen Menschen eine gesetzliche Rente. Noch liegt das Rentenniveau, also die Höhe der Rente im Vergleich zum Durchschnittseinkommen, bei rund 49 Prozent. Wenn dieses bis zum Jahr 2030 auf 43 Prozent absenkt wird, werden noch mehr Menschen als bisher entweder auf soziale Leistungen oder auf eine private Altersvorsorge angewiesen sein, sodass sie im Alter nicht in Armut leben müssen.

Deutliche Rentenerhöhung bis 2016

Zunächst die gute Nachricht: Zurzeit deuten die Anzeichen und erste Schätzungen der Deutschen Rentenversicherung darauf hin, dass die Renten in den nächsten Jahren deutlich steigen werden. Die Rentenbezieher in den neuen Bundesländern erwartet demnach eine Rentenerhöhung bis 2016 von über zehn Prozent. Im Westen fällt die Erhöhung mit etwa acht Prozent etwas geringer aus. Bereits zum 1. Juli 2013 könnte im Osten mit 3,49 Prozent die stärkste Rentenanpassung seit 1997 erfolgen. In den alten Bundesländern fällt die Rentenerhöhung in diesem Jahr mit einem Prozent hingegen vergleichsweise niedrig aus.

Verschiedene Rentenkonzepte um Altersarmut zu verhindern

Nun die schlechte Nachricht: Auch wenn die Renten erhöht werden, ändert das nur wenig an der Tatsache, dass die gesetzliche Rente im Alter bei vielen Deutschen so knapp ausfallen wird, dass der Lebensunterhalt kaum gesichert ist. Insbesondere Geringverdiener sind so von der Altersarmut bedroht. Den Politikern ist die Gefahr der steigenden Armut im Alter bewusst. Aus der CDU und SPD kommen daher verschiedene Vorschläge, um Minirenten aufzustocken.

Der Plan von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht die Einführung der sogenannten Lebensleistungsrente vor. Unter der Bedingung, dass 40 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung und zudem eine private Altersvorsorge nachgewiesen werden können, soll das Altersgeld der Betroffenen aufgestockt werden. Zur Diskussion steht dabei eine monatliche Rente von bis zu 850 Euro. Die Rentenpläne der SPD sehen ähnlich aus. Die einzigen Unterschiede: Es muss nicht privat vorgesorgt werden und es reichen bereits 35 Beitragsjahre für die sogenannte Solidarrente aus.

Bedeutung privater Altersvorsorge wächst

Doch einerseits ist unklar, ob und wann eine entsprechende Rentenreform beschlossen wird. Andererseits bleibt die Frage offen, wie viele Deutsche von der Aufstockung profitieren können. Denn nicht jeder Betroffene wird lange genug rentenversichert gewesen sein, um Anspruch auf die Leistung zu haben. Daher wächst die Bedeutung einer privaten Altersvorsorge zusehends – auch für Menschen, die der Meinung sind, ihre Rente sei sicher.

Allein mit der gesetzlichen Rente wird es im Alter also eng. Mehr als 1.500 Euro Altersgeld im Monat bekommen nur die wenigsten Rentenversicherten. Mit einer privaten Altersvorsorge kann die geringe gesetzliche Rente ausgeglichen werden. Dazu zählen beispielsweise die staatlich geförderte Riester-Rente und Rürup-Rente. Auch eine Kapitallebensversicherung oder eine private Rentenversicherung eignen sich dazu, um im Alter eine zusätzliche Rente zu beziehen. Je nach Vorsorgeprodukt haben die Versicherten Anspruch auf eine lebenslange Rente oder eine Einmalzahlung. So oder so lässt sich der Lebensabend dann ohne finanzielle Probleme genießen.

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