Diabetes mellitus – nicht nur im Alter

Vorab zwei Tatsachen: wer an Diabetes mellitus erkrankt ist, bleibt es sein Leben lang, aber wer an Diabetes mellitus erkrankt ist kann sehr alt werden

Was ist ein Diabetes Mellitus?

Der Begriff >> Zuckerkrankheit << ist vielleicht geläufiger, wenn auch heute weniger gebräuchlich. Man es gibt den D M in zwei unterschiedlichen Formen. Zum einen kann diese Krankheit schon in früher Jugend auftreten, meist ist sie dann vererbt, also wenn ein Elternteil erkrankt war, sind es oft auch die Kinder. Aber für den sogenannten juvenilen D M oder D M Typ I  können auch noch andere Faktoren zutreffen. Bei diesen Kranken muss immer ein Behandlung mit Insulin erfolgen. Weitaus mehr Menschen erkranken an dem D M Typ II, besser bekannt als Altersdiabetes. Mittlerweile ist es allerdings nicht nur mehr eine Krankheit die vorwiegend ältere Menschen betrifft. Sie wird als Volkskrankheit bezeichnet und es werden heute weltweit auch schon junge Menschen krank. Eine längere Lebenserwartung und eine nicht immer angepasste Ernährung dürften die Ursache dafür sein, dass es weltweit etwa 285 Millionen Diabetiker gibt. Wobei diese Zahl durchaus noch höher sein kann, weil viele nicht wissen dass sie erkrankt sind. Das liegt daran, dass gerade der D M Typ II erst sehr spät Symptome zeigt.

Ursache der Krankheit ist beim Typ I, dass die insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die Langerhansschen Inseln durch verschieden Ursachen geschädigt sind, und kein Insulin mehr produzieren.

Im Gegensatz dazu steht der D M Typ II, hier wird von der Bauchspeicheldrüse derart viel Insulin produziert, bis sie, man kann sagen vor Erschöpfung ihren Dienst versagt.

Insulin wird vom Körper benötigt, um Glukose aus dem Blut verarbeiten zu können, um damit Muskeln und Nerven zu versorgen. Zu den Faktoren, die maßgeblich zu einer Erkrankung führen können, gehören unter anderem ein ausgeprägtes Übergewicht, Störungen des Fettstoffwechsels und ein ständig erhöhter Blutdruck. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem > Wohlstandssyndrom <. Zu den Symptomen, die zum Teil erst sehr spät auftreten zählt neben einem starken Durst auch ein Gefühl von Heißhunger und die Patienten klagen über abnorme Müdigkeit. In bereits fortgeschrittenem Stadium können noch Sehstörungen auftreten.

Als erste therapeutische Massnahme steht ein ausgewogener Ernährungsplan, zudem körperliche Aktivitäten, und falls notwendig, der Abbau von Übergewicht. Meist kann auf diese Weise der D M Typ II sehr gut behandelt werden. Erst wenn diese Therapie nicht mehr ausreicht, wird der Arzt ein Medikament zur Senkung beziehungsweise Regulierung des Blutzuckers verordnen.

Artikelbild: © Hans-Peter Häge  / pixelio.de

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