Die richtige Dosis

Es ist statistisch belegt, dass etwa die Hälfte aller Rezepte, die in deutschen Arztpraxen ausgestellt werden, für die Senioren ab 60 Jahren ist. Der Leitsatz, dass hier weniger manchmal mehr wäre, wird sehr selten beachtet. Selbstverständlich benötigen die Senioren die Medikamente, das steht außer Frage. Vielmehr sollte von den Ärzten mehrmals im Jahr geprüft werden, ob die verordneten Medikamente noch ihren eigentlichen Zweck erfüllen. Sie könnten einerseits in der Wirkung zu stark sein, andererseits aber auch eventuell gar nicht mehr nötig.  Oftmals werden Nebenwirkungen, wie sie von einigen Arzneien verursacht werden aufgrund von langanhaltender Einnahme gar nicht mehr als solches von den Senioren wahrgenommen. Sie haben sich einfach daran gewöhnt, und empfinden es als normal. Genau da liegt das Problem.

Kaum Studien und Tests mit Senioren

Hinzu kommt dass es nur ganz wenige Studien und Tests gibt, bei den als Probanten Senioren eingesetzt werden. Eines weiß man allerdings, dass die Medikamente bei jüngeren Menschen eine ganz andere Wirkung haben, als wie bei einem älteren. Das wiederum erhöht die bei den Senioren das Risiko, von den Medikamenten abhängig zu werden.Ganz besonders im Bereich der Schlaf- und Beruhigungsmittel. Da neigen die älteren Menschen schon eher dazu, die Dosis ohne Rücksprache mit dem Arzt zu erhöhen, einfach weil das verschrieben Medikament nicht mehr die erwünschte Wirkung erzielt. Besser wäre in einem solchen Fall, der Patient würde sich dem Arzt anvertrauen, und bekäme dann ein für ihn geeignetes Medikament. Bekannlich gehen die Patienten auch nicht nur zu einem Arzt, das heißt, sie bekommen von den unterschiedlichen Fachärzten auch die unterschiedlichsten Medikamente verschrieben. Leider wird nur in den seltensten Fällen überprüft, wie sich diese Medikamente untereinander vertragen.

Auch so anscheinend harmlose Medikamente, wie sie in Drogeriemärkten angeboten werden, sollten beim nächsten Arztbesuch unter die Lupe genommen werden. Letztlich  kann nur dann  gewährleistet werden, dass die Senioren auch das einnehmen was ihnen bekommt und vor allem auch nicht medikamentenabhängig macht.

Bildquelle: © Gisela Peter  / pixelio.de

 

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