Rentner bekommen Post vom Fiskus

©Rolf van Melis@pixelio.de

Viele Senioren müssen sich darauf einstellen, dass sie eine Steuererklärung abgeben müssen. Denn die NRW-Finanzbehörden wollen im Juni alle Rentner, die noch nicht steuerlich erfasst sind, anschreiben und fordern eine Steuererklärung. Mittlerweile sind bereits mehr als fünf Millionen Senioren in Deutschland, die Steuern zahlen müssen. Dies ist, seit der eingeführten Reform der Altersbesteuerung im Jahr 2005, der höchste Wert. Jedoch liegt hierbei die aktuelle Einkommensteuerstatistik noch nicht vor. In der Zeit von 2004 bis 2007 ist die Zahl, der Rentner die steuerpflichtig sind, auf 4,5 Millionen gestiegen – also ein Zuwachs von 800.000!! Nun gehen die Steuerbehörden davon aus, dass es in der Zwischenzeit weit mehr als 5 Millionen sein sollen.

Der Fiskus kassiert

Allein in den vier Jahren, in denen die Aufstellung vom Bundesfinanzministerium gemacht wurde, sind die steuerlichen Einnahmen von 13,5 Milliarden/Jahr auf 20 Milliarden/Jahr gestiegen. Dies kommt daher, dass die der steuerpflichtige Teil der Rente schrittweise erhöht wurde. Aber auch die Alterung der Gesellschaft steuert zu diesen Mehreinnahmen bei. Durchschnittlich 4.200 Euro zahlte ein steuerpflichtiger Pensonär im Jahr 2007 an den Fiskus. Dies haben die Rentner der rot-grünen Regierung zu versanken, die 2005 die Besteuerung der Renten änderte und das Alterseinkünftegesetz einführte. Nun werden schrittweise die Einkommen im Alter mit höheren Anteilen besteuert. Im Gegenzug können die Beiträge für die Altersvorsorge abgesetzt werden.

Schonfrist bis 2040

Auch wenn ein schonender Übergang vereinbart wurde, lag der steuerpflichtige Anteil der Rente im Jahr 2010 bereits bei 60 Prozent. Dieser Übergang endet mit dem Jahr 2040 und ab dann ist die Rente voll steuerpflichtig. Jedoch zahlen die meisten Senioren keine Steuern, da ihr Alterseinkommen zu gering ist. Bis zu einem Jahresrenteneinkommen von etwa 16.000 Euro ist der Rentner steuerbefreit. Trotz allem muss ein Rentner seit 2005 eine Steuererklärung abgeben. Aber Vorsicht, alle Rentenkassen, Versorgungswerke und Pensionskassen melden die Daten der Altersbezüge den Finanzverwaltungen. Somit kommt also kein Rentner um eine Steuererklärung herum. Wer also Einkünfte, die steuerpflichtig sind verschweigt, bekommt nicht nur eine satte Nachzahlung, auch muss er Hinterziehungszinsen zahlen und könnte somit ein teures Unterfangen werden.

Um noch ein wenig mehr Steuereinnahmen zu haben, werden daher jetzt die Finanzämter in NRW alle Rentner, die noch nicht steuerlich erfasst sind anmahnen, innerhalb von vier Wochen eine Steuererklärung einzureichen. Somit wird überprüft, ob seit dem Jahr 2005 eine Steuerpflicht bestand.

Tagged: , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*