Das Haus barrierefrei umgestalten

In jungen Jahren denkt man oft nicht darüber nach, wie es im Alter ist. Dementsprechend wird das Häuschen, das gebaut wird auch nicht altersgerecht und barrierefrei gebaut. Aber auch deshalb, weil einfach die Mittel fehlen. Kommt man dann in das Seniorenalter und die Knochen wollen nicht mehr so wie man selbst, ärgert man sich darüber, dass man dies versäumt hat. Doch mittlerweile ist das kein Problem mehr, denn die Wohnung oder das Haus kann barrierefrei modernisiert werden. Natürlich ist der Aufwand der Modernisierung von den Gegebenheiten des Eigenheims abhängig und sollten den Bedürfnissen der Bewohner angepasst werden. Wichtig sind dabei immer breite Durchgänge, ausreichende Bewegungsflächen, sowie barrierefreie Möbel wie zum Beispiel die Einbauküche. Vor allem sollte auch an die Bodenschwellen gedacht werden, die sie oftmals als Hindernis herausstellen können.

Hat das Eigenheim mehrere Stockwerke, ist es möglich einen Treppenlift oder einen Treppenaufzug einzubauen. Diese gibt es sowohl gebraucht als auch neu zu kaufen. In der Regel sind die umfangreichsten Umbaumaßnahmen allerdings im Badezimmer vorzunehmen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass eine bodengleiche Duschtasse eingebaut werden kann sowie neue barrierefreie Sanitäreinrichtungen allgemein.

Die Wohnberatung hilft

Solche Umbaumaßnahmen sind aufwendig und kostspielig. Daher ist es immer sinnvoll einen Wohnberater hinzuzunehmen. Dieser kann die Wohnsituation vor ganz genau analysieren und hilft bei der Planung wie auch bei der Durchführung der Modernisierungsarbeiten. Der Wohnberater kann genaue Informationen zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten geben und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Welche Hilfen gibt es?

Besonders, wenn eine Grundrissänderungen notwendig wird, dass zum Beispiel Wände eingerissen werden müssen, kann der Umbau sehr kostspielig werden. Die Pflegekassen können aber für solche Maßnahmen bis zu 2.557 Euro/Maßnahme gewähren. Aber nur dann, wenn die Wohnungsanpassung durch die altersbedingte Mobilitätseinschränkung und Pflegebedürftigkeit unbedingt notwendig werden. Dann fallen diese Umbaumaßnahmen, nach § 40 Sozialgesetzbuch (SBG) XI (4)) wie zum Beispiel Treppenlifte, Türverbreiterungen, festinstallierte Rampen oder auch der Austausch von Dusch- oder Badewanne in den Bereich der Pflegeversicherung. Die Zuschüsse werden aber nur dann gezahlt, wenn durch den Umbau die häusliche Pflege erst möglich und diese erheblich erleichtert wird. Auch wenn eine selbstständige Lebensführung wiederhergestellt werden kann, können die Zuschüsse gewährt werden. Die Zuschüsse für Umbaumaßnamen werden immer im Einzelfall geprüft und richten sich nach den Einkommensverhältnissen des Antragstellers sowie nach den entstehenden Kosten. Die Bemessensgrundlage für Zuschüsse aus der Pflegeversicherung sieht vor, dass der Pflegebedürftige 10 Prozent der Kosten trägt, höchsten aber 50 Prozent seiner monatlichen Bruttoeinnahmen.

Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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1 Kommentar

  1. Dieter Soth 18. April 2012 at 05:46 Reply

    Nach meinem Berufsausstieg habe ich mir mit „Leben ohne Barrieren“ meine „Rentnereisenbahn“ aufgebaut. Inzwischen ist L.o.B. zu einer beachtlichen Größe angewachsen und kann eine Menge Informationen zu allen möglichen Themen rund um Barrierefreiheit vermitteln.

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