Senioren sind anfällig für Betrüger

©Axel Hoffmann@pixelio.de

Die Betrugsfälle nehmen immer weiter zu und leider sind oftmals Senioren davon betroffen. Es fängt schon damit an, dass zahlreiche Werbebriefe, die hohe Gewinne versprechen, in den Briefkästen liegen. Oder Drückerkolonnen, die auf das schnelle Haustürgeschäft setzen und somit oftmals die Rentner so überrumpeln, dass schnell ein Vertrag unterschrieben ist. Ganz zu schweigen von den „Kaffeefahrten“, die zurzeit besonders im Visier der Medien ist.

Vorsicht im Internet

Doch auch das Internet birgt große Gefahren für die Senioren. Denn gerade, da diese sich oftmals nicht so gut mit dem Internet auskennen, fallen sie besonders schnell auf dubiose Angebote herein. Deshalb sollten nie die Daten wie Adresse und schon gar nicht die Kontonummer preisgegeben werden, wenn nicht genau klar ist wofür. Nur da, wo es wirklich notwendig ist, sollten die Daten angegeben werden – also zum Beispiel wenn etwas bestellt werden möchte oder auch, um sich irgendwo anzumelden. Jedoch sollten Sie immer genau prüfen, wo Sie ihre Daten angeben, um nicht eine Falle zu geraten. Am allerwichtigsten ist aber nach wie vor, dass Sie NIEMALS eine Rechnung zahlen, die nicht nachvollziehbar ist. Denn haben Sie einmal gezahlt, kommen sie selten ohne Probleme aus den Fängen und Machenschaften dieser dubiosen Anbieter heraus.

Abzocker nutzen die Schwächen der Menschen

Die Abzocker gehen dabei äußerst geschickt vor und wissen genau, wo sie ansetzen müssen, um die Menschen in die Falle zu locken. Nehmen wir einfach mal den Enkel-Trick, der durchaus jedem bekannt ist. Immer wieder wird davor gewarnt und täglich gehen eine Vielzahl der Senioren in die Falle. Eigentlich wissen sie genau, dass dies ein Trick sein könnte, um an das Ersparte zu kommen. Doch die Angst, dass mit dem Enkel etwas sein könnte und er wirklich in der Klemme steckt, ist einfach größer. Es ist natürlich auch so, dass ältere Mensch nicht mehr so gut hören und daher ganz schnell die Stimme am Telefon verwechseln.

Dann gibt es noch die Abzocke per E-Mail. Hier werden hohe Gewinne versprochen wie zum Beispiel ein Auto oder eine Kreuzfahrt und natürlich ein schönes Sümmchen Geld. Doch wer den Gewinn haben möchte, muss erst eine Hotline anrufen, die nicht wirklich billig ist. Denn erst auf der Telefonrechnung erfährt man die Kosten des Anrufs – in aller Regel mindestens 1,99 Euro/Minute. Vor allem weil der Anrufer in eine Endlosschleife geschaltet wird – da kann schon eine ganze Menge an Kosten auflaufen. Das große Erwachen kommt dann bei der Telefonrechnung.

Nicht täuschen lassen von falschen E-Mails

Die neuste Masche, vor der gerade in allen Medien gewarnt wird, sind E-Mails die den Eindruck erwecken, dass sie von Kreditkartenanbietern wie Visa, Mastercard oder auch von Paypal sind. Hier sollen die Empfänger die Kreditkartendaten mithilfe eines anhängenden Formulars, der als Link in der Mail integriert ist, abzugleichen. Es wird von Sicherheitsproblemen gesprochen und sogar davon, dass die Kreditkarte gesperrt wird. Hat sich der Empfänger dieser Mail täuschen lassen und gleicht die Daten auf der Seite, die als Link hinterlegt war, ab können die Betrüger ganz ohne Probleme auf das Konto zugreifen und somit vorerst unbegrenzt einkaufen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, rufen Sie bei Ihrem Kreditkartenanbieter an und fragen Sie, ob das Unternehmen Ihnen einen E-Mail dieser Art geschickt hat. Am besten ist allerdings, wenn Sie diese E-Mail sofort löschen und auch nicht zurückschreiben.

Jeder, der sich im Internet bewegt ist zur Vorsicht aufgerufen, denn es gibt eine Vielzahl an Abzockern, die vor nichts zurückschrecken. Aber auch an der Haustür oder am Telefon sollten keine Verträge geschlossen oder Daten mitgeteilt werden. Weiter Informationen finden Sie bei  auch bei der Polizei-Beratung.

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