Der Letzte Wille – damit alles so geschieht, wie es geschehen soll

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Dieses Thema gehört sicherlich zu den weniger Schönen, denn wer bereitet schon gerne das eigene Ableben vor? Doch sollte das Testament mit großer Sorgfalt und rechtzeitig niedergelegt werden. Der Letzte Wille eines Menschen hat Gesetzescharakter. Das bedeutet, das Vermögen, Begräbnis und letzte Aufforderungen an die Familie ein besonderes Gewicht haben. Wenn Sie kein Testament verfasst haben, greifen die gesetzlichen Erbregelungen. Bei den meisten Amtsgerichten gibt es Beratungsstellen, bei denen Sie sich über diese Richtlinien, sowie Formauflagen für ein gültiges Testament informieren können.

Notar oder nicht?

Ein Testament muss verschiedenen Formvorschriften genügen. Es kann eigenhändig und dann handschriftlich, oder öffentlich, also bei einem Notar niedergelegt werden. Natürlich können Sie Ihr Testament jederzeit ändern. Mit einer solchen Verfügung verhindern Sie mögliche Erbstreitigkeiten und verteilen Ihren Nachlass so, wie Sie es für richtig halten. Wenn kein Testamentsvollstrecker von Ihnen benannt wird, übernimmt das Amtsgericht an Ihrem Wohnort diese Aufgabe.

Eine Sonderform des Testaments ist die sogenannte Patientenverfügung. Hier wird festgelegt, wie die medizinische Betreuung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen zu verlaufen hat. Sie können hier entscheiden, ob Sie im Ernstfall auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichten möchten. Gibt es eine solche Verfügung nicht, wird alles unternommen, Ihr Leben so lange wie möglich zu erhalten, ohne Rücksicht auf die Lebensqualität.

Diese Fragen sind, trotz aller Unbequemlichkeit sicherlich sehr wichtig und sollten geklärt sein. Mündliche Absprachen haben im Ernstfall keine Gültigkeit mehr. Es empfiehlt sich, die fraglichen Entscheidungen rechtzeitig zu treffen und die Anweisungen formal korrekt niederzulegen, so dass alle so geschieht, wie es soll, wenn es so weit ist. Wenn Sie Beratung durch Anwalt oder Notar in Anspruch nehmen, ist dies sicher hilfreich. Informieren Sie sich vorher über die Kosten, die die Berater erheben.

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