Wohnen im Alter

Mit zunehmendem Alter und den daraus resultierenden Krankheiten und Gebrechen, wird das Alleineleben für Senioren oft schwierig. Wer nicht auf Hilfe und Unterstützung der Familie hoffen kann oder möchte, dem bleibt oft nur der Weg ins Altenheim, den aber viele Rentner scheuen. Seit einigen Jahren gibt es das Modell der sogenannten „Senioren-WG“ und das „Mehr Generationen-Haus“. Diese Form des Wohnens bietet Rentnern unter anderem die Möglichkeit, sich ihre Selbstständigkeit zu erhalten und trotzdem nicht auf Hilfe verzichten zu müssen, ohne sich jedoch dabei in eine Abhängigkeit zu begeben.

Beide Wohnmodelle ermöglichen älteren Menschen den Austausch mit Gleichaltrigen, die Möglichkeit gemeinsamen Hobbys nachzugehen und den Anschluss an junge Menschen nicht zu verlieren. Das ist eine wichtige Vorraussetzung um körperlich und geistig fit zu bleiben . In vielen Einrichtungen dieser Art stehen regelmäßig Fachkräfte zur Verfügung , die sich um die medizinische Grundversorgung der Bewohner kümmern. Das beinhaltet unter anderem Medikamentenausgabe, Hilfe bei der körperlichen Pflege, Verbandswechsel und Begleitung zu Arztterminen. Auch Gedächtnistrainig steht oft auf dem Programm.
Durch die Vielzahl der Angebote, wie zum Beispiel gemeinsames Kochen, Spieleabende und Ausflüge kann kein Gefühl der Einsamkeit aufkommen , wodurch die physische und auch psychische Gesundheit positiv beeinflusst wird.

Früher hatten ältere Menschen die Möglichkeit in ihrem Familienkreis alt werden zu dürfen, in der heutigen hektischen Zeit ist das leider oft nicht mehr möglich, da den meisten Familien die Zeit und oft auch das Geld fehlt, sich um ihre Eltern und Großeltern zu kümmern. Als Alternative bleibt oftmals nur ein Pflegedienst oder ein Altenheim , was den Bedürfnissen der Menschen nicht oder nur unzureichend gerecht wird und ein würdevolles Leben im Alter nahezu unmöglich macht.
Es müsste noch eine Menge in diesem Bereich getan werden um mehr Menschen diese Form des Lebens möglich zu machen .

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Kommentare: 2

  1. P.Scholz 12. Januar 2012 at 14:48 Reply

    Ich selber habe mich auch immer vorm „Altenheim“ gescheut. Als bei mir die ersten Gebrechen aufkamen wusste ich oft jedoch nicht, wie ich mein Leben allein bewältigen soll. Doch inzwischen kommt jeden zweiten Tag ein ambulanter Pflegedienst zu mir. Damit geht es mir um einiges besser. Was ich allein nicht kann, lasse ich erledigen. So kann ich den ungeliebten Gang in eine Seniorenresidenz hoffentlich noch lange hinauszögern.
    Über die Möglichkeit der beiden genannten Wohnmodelle habe ich zuvor noch nie nachgedacht. Ich finde jedoch, diese klingen wesentlich ansprechender als das Altenheim.
    Grüße,
    P. Scholz

  2. elkine 4. März 2012 at 07:15 Reply

    Es gibt für jeden Zustand häusliche Hilfe. Wichtig ist es sich frühzeitig damit zu beschäftigen, um dann bei Bedarf die richtige Entscheidung wie es weiter gehen soll, zu treffen.

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