Es geht auch günstig

Der gedeckte TischVon Mario Simmel gibt es einen Roman, der heißt: „Es muss nicht immer Kaviar sein.“ Genau daran sollte man sich gerade jetzt wieder an den Feiertagen erinnern. Wir machen uns Gedanken, was wir unseren Gästen servieren könnten, als Vorlage nehmen wir die Rezepte und Vorschläge aus den Kochshows, die zu Dutzenden im Fernsehen angeboten werden. Aber irgendwie ist da so nichts dabei, was man als normaler Mensch, und vor allem auch nicht, wenn man nicht gerade über die finanziellen Mittel eines Direktors verfügt, nachkochen könnte. Es kommt Frust, und manchmal auch Zorn und Resignation auf. Das muss nicht sein, denn besinnen wir uns doch mal, was unsere Mütter am Weihnachtstag für uns gezaubert haben. Und da muss nicht zwangsläufig die Rede von Kartoffelsalat und Würstchen sein. Wobei das zum Beispiel an Sylvester nicht zu verachten ist.

Als Kind, das in einem Haushalt mit einer Metzgerei groß geworden ist, esse ich leidenschaftlich gern Wurst und Fleisch. Früher gab es bei uns, und das hat sich als Tradition fortgesetzt, einen wunderschönen Braten, als Sauerbraten oder einen Schweinekrustenbraten. Zu beidem passen wunderbar Knödel und Endiviensalat. Da wurden viele Personen satt. Mittlerweile ist die Familie kleiner geworden, unsere Kinder wohnen sehr weit weg von uns, und so sind mein Mann und ich alleine. Zeit zum Einkaufen und zum Kochen haben wir genug, sodass durchaus auch nach Angeboten Ausschau gehalten wird. Auch hat man, wenn man älter wird, nicht mehr den ganz großen Hunger, da kann man es sich leisten, auch einmal ein etwas außergewöhnliches Men zusammen zustellen. Bei uns wird es an einem der Tage eine Entenbrust mit Rotkohl geben, und für den anderen Tag habe ich einen Rotwein-Sauerbraten vorbereitet. Da bleibt noch übrig, und im Gefrierschrank hält der sich noch eine ganze Weile. Eigentlich wollte ich mit diesen Zeilen nicht unbedingt Vorschläge unterbreiten, ich wollte nur sagen, dass man auch mit einem relativ einfachen Menu und einem Dessert Weihnachten genießen kann. Und zudem macht es auch nicht nur das Essen, das war bestimmt früher einmal ganz wichtig, heute haben wir alle satt zu essen, da ist eher das Ambiente, der ganze festliche Rahmen, mit Dekoration, schönem Porzellan und Kristallgläsern ausschlaggebend. Und, wenn man möchte natürlich auch ein Glas Wein.

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1 Kommentar

  1. Eisabeth Haggar 12. Januar 2012 at 08:40 Reply

    meine mail adresse muss ich berichtigen: e.haggar@web.de

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