Das erste Weihnachten ohne den verstorbenen Partner

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Wer die Trauer nicht selbst kennt, kann bestimmt nicht nachvollziehen, wie schwer es ist loszulassen. In dieser Situation reagiert jeder Mensch anders, der eine schweigt, der andere fällt vom Glauben ab und der Dritte verfällt in tiefe Depressionen. Gerade jetzt, wo die Adventszeit wieder näher rückt sind viele, die vielleicht gerade jetzt erst ihren Partner verloren haben, der Verzweiflung nahe. Überall um einen herum sind fröhliche Menschen, die sich auf Weihnachten freuen, doch bei einem selbst kommt keine Freude auf, denn die Trauer über den verstorbenen Partner ist unendlich schmerzhaft. Doch man darf niemals aufgeben.
Weihnachten ist ein Fest der Emotionen und genau da, wird man die Lücke noch viel mehr wahrnehmen. Erinnerungen an die Zeit vor dem Tod kommen hoch. Das Wichtigste ist, dass man versucht seine Rituale weiterhin so zu zelebrieren, wie vorher auch. Denn der Partner war zwar bisher dabei, aber man weiß er war mit Freude dabei und genau deshalb sollte man so vorgehen wie bisher. Das bringt den Verstorbenen wieder etwas näher. Versuchen Sie über die Feiertage mit Ihren Kinder oder auch Freunden zu verbringen. Doch ebenso wichtig ist es, Zeit für sich alleine zu haben, um sich vielleicht einmal vollkommen besinnen zu können. Der verstorbene Partner sollte immer im Herzen mit dabei sein, egal was man macht und wo man ist.

Stellen Sie ein Bild des Verstorbenen auf und zünden sie ihm eine Kerze an, so ist er ganz nah bei ihnen und das könnte auch eine Art von neuem Ritual werden. Es ist gut, wenn man sich in der besinnlichen Adventszeit ausreichend von seiner Trauer ablenkt. Treffen sie sich mit anderen Menschen, am besten mit gleichgesinnten.Wer keine Verwandten hat, mit denen er die Festtage verbringen kann, der sollte sich überlegen, ob er nicht „fliehen“ will. Hier würde sich eine Urlaubsreise anbieten. Und damit wäre sicher, dass man am Heiligen Abend nicht alleine ist. Ebenso gibt es in jeder Stadt Einrichtungen, die gerade für verwitwete Personen anbieten, Heiligabend mit Leidensgenossen zu verbringen. Es gibt ein tolles Essen und das wichtigste ist, man ist nicht alleine.

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Kommentare: 2

  1. Irmgard Mailänder 3. November 2011 at 09:55 Reply

    Hallo,

    ich habe meinen Partner zum Glück noch nicht verloren, kann aber gut nachfühlen, wie das ist. Hier werden gute Tipps zur Bewältigung des Todes gegeben, vor allem bei so einem emotionalen Fest wie Weihnachten. Eine alte Frau, die ich als Kind als „Oma“ adoptiert hatte, hat mir damals erzählt, wie sie mit dem Tod ihres Mannes umgegangen ist: Sie hat das Bild von ihm in der Küche aufgehängt, und immer mit ihm gesprochen, als ob er noch da wäre. Hat ihn gefragt, was er wohl in dieser oder jener Situation gemacht hätte, oder hat ihm einfach etwas erzählt. Das fand ich einfach rührend und gut – so wollte und will ich es auch machen, wenn es mir so ergehen sollte.

    Ich habe vor einiger Zeit eine Geschichte geschrieben, die vielleicht auch eine Anregung geben kann, wie man Weihnachten sinnvoll verbringen kann – auch wenn es nur ein Gedanke ist, den man schwer umsetzen kann:

    http://kreativfreak.blogspot.com/2010/12/ein-frohes-weihnachtsfest-und-eine.html

    Viel Freude beim Lesen wünscht Irmgard (die vorher Schertler hieß)

  2. edith 26. Dezember 2017 at 23:18 Reply

    das leben ist uns gegeben worden und wir wissen, daß wir eines tages gehen müssen.nur die lieben, die nachbleiben, die müssen weiterleben und dem verstorbenen die ruhe gönnen. nur dann mit der trauer fertig zu werden ist sehr, sehr schlimm. und es braucht sehr viel zeit. schöne Erinnerungen gleichen vieles aus und lassen uns wieder lkächeln.

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