Die Patientenverfügung

Wer durch eine Krankheit oder einen Unfall nicht mehr für sich entscheiden kann, wird durch eine vorab geschriebene Patientenverfügung geklärt, was mit einem selber passieren soll. Dieser Wunsch wird für andere zugänglich aufbewahrt. Wer eine Patientenverfügung erstellt, gibt damit eine Willenserklärung ab. Diese Willenserklärung muss immer schriftlich erfolgen. Es handelt sich grundsätzlich immer um eine vorsorgliche Regelung für den Ernstfall. Die Patientenverfügung regelt ganz klar, was gewünscht wird und was nicht.

Jeder kann eine Verfügung erstellen, auch Jugendliche. Allerdings muss das nach freiem Willen geschehen. Was bedeutet, dass niemand zu einer Verfügung gezwungen werden darf. Voraussetzung einer gültigen Patientenverfügung ist immer, dass sie schriftlich erstellt werden muss, des weiteren muss sie mit Unterschrift und Datum versehen sein.

Wer eine Verfügung erstellt hat, kann diese selbstverständlich zu jeder Zeit wieder rückgängig machen. Und sie kann auch immer wieder neu angepasst werden. Es sollte aber auch daran gedacht werden, dass man nahestehende Personen Bescheid wissen, damit im Ernstfall auch gehandelt werden kann. Der behandelnde Arzt muss darüber unverzüglich in Kenntnis gesetzt werden. Wenn nach einen Unfall lebenserhaltende Maßnahmen ergriffen worden sind, muss sofort überprüft werden, ob eine Patientenverfügung vorhanden ist. Gegebenenfalls müssen diese Maßnahmen abgebrochen werden.

Was muss eine gültige Patientenverfügung enthalten

Alle wesentlichen Angaben über den Verfügenden, wie Name, Anschrift und Geburtsdatum. Der Verfügende muss erklären, dass er zu jeder Zeit, während die Verfügung erstellt wurde, in vollem Besitz seiner geistigen Kräfte war. In der Verfügung sollte zumindest eine Kontaktperson für den Ernstfall benannt werden. Das Schriftstück muss ganz klar definiert sein, in welchen Fall, wie gehandelt werden soll. Sollen lebenserhaltende Maßnahmen und Therapien begonnen oder unterlassen werden. Wer keine lebenserhaltende Schritte einleiten will, der muss dieses ausdrücklich untersagen. Stimmt man einer Organspende zu, sollte dieses ebenfalls in die Patientenverfügung schreiben. Das Wichtigste zum Schluss der Patientenverfügung ist das Datum und die eigenhändige Unterschrift des Schriftstückes.

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