Schlaganfall – auch Apoplex genannt

Die häufigste Erkrankung des Gehirns ist nun mal der Schlaganfall. Von dieser Erkrankung ist fast jeder 3. Deutsche betroffen und viele sterben daran. Des Weiteren ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache neben den Herz-Kreislauferkrankungen und dem Krebsleiden.

Es wird bei diesem Krankheitsbild zwischen zwei Begriffen unterschieden. Es gibt einmal den Begriff Schlaganfall und dann die Hirnblutung. Der Schlaganfall kann durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn auftreten, hier liegt der Gefäßverschluss zugrunde. Bei der Hirnblutung platzt ein Gefäß im Gehirn.

Durch beide Krankheitsbilder entstehen räumlich begrenzte Schädigungen in unserem Gehirn. Der Schlaganfall, in Folge eines Gefäßverschlusses, ist häufiger und kommt in ungefähr 80 % der Fälle vor. Hier verschließen kleine Blutgerinnsel ein Gefäß, meist die das Gehirn mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Durch die verminderte Versorgung sterben dann die Gehirnzellen ab.

Bei dem Schlaganfall, durch eine Hirnblutung, kommt es zu einer Hirnmassenblutung in unserem Gehirn. Wie schon oben geschrieben, platzt hier ein Gefäß im Gehirn. Meist sind bei diesem Schlaganfall relativ große Bereiche im Gehirn betroffen.

Viele Schlaganfallpatienten sind halbseitig gelähmt und können meist nicht sprechen. Somit verlangt es einer entsprechenden anspruchsvollen Pflege. Diese Pflege umfasst die sorgfältige Lagerung, denn durch ein regelmäßiges Umlagern und Durchbewegen kann man einem Dekubitus (Druckeinwirkung mit Kompression von Gefäßen) und Kontrakturen (Gelenkversteifungen) vorbeugen. Diese Patienten sind häufig sehr stark in ihrem alltäglichen Leben eingeschränkt und müssen die alltäglichen Handlungen, beispielsweise Essen, Trinken, An- und Ausziehen, wieder erlernen.

Bei der medikamentösen Behandlung wird versucht das, verschlossene Gefäß wiederzuöffnen. Des Weiteren soll diese Behandlung einen weiteren Nervenzelluntergang in der Umgebung der abgestorbenen Zellen verhindern und somit das Risiko eines erneuten Schlaganfalls vermindern.

Bei einer Lähmung einer Körperhälfte sollte schnellst möglichst die Physiotherapie eingesetzt werden, um die betroffene Seite wieder zu aktivieren. Hierzu wird meist das Bobath-Konzept eingesetzt.Bei diesem Konzept wird der Patient 24 Stunden am Tag behandelt.

Oftmals wird bei einer schlaffen Lähmung auch Ergotherapie als Therapieform eingesetzt. Bei einer vollständigen, schlaffen Lähmung wird eine Gelenkmobilisation angewandt, die als Prophylaxe gegen eine Versteifung der Gelenke und der Unterversorgung dient. Die Gelenkmobilisation ist unerlässlich, da ein Wiedererlangen der Nervenfunktionen nie ausgeschlossen ist.

Die Logopädie nimmt sich Patienten an, bei denen nach einer Hirnschädigung sich folgende Defizite äußern:
– Sprachstörung
– Sprechstörung
– Stimmstörung

Wer dazu noch Fragen hat, kann sich gerne an uns wenden. Unsere Ergotherapeutin beantwortet Ihnen gerne die Fragen. Einfach im Kommentarfeld unten die Frage eingeben, damit auch andere von Ihrer Frage und der Antwort von Anke profitieren können.

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