Am Rande der Gesellschaft

In einem reichen Land wie Deutschland ist es schon erschreckend, wie viele Menschen von  der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Grund dafür ist die ungerechte Verteilung von Reichtum. Die Menschen, die den Reichtum erarbeiten, haben nur einen geringen Anteil daran. Nehmen wir mal uns weibliche Rentner. Wir haben maximal 40 Arbeitsjahre, gleicher Lohn für gleiche Arbeit war schon immer Illusion, denn Männer hatten immer mehr. Jetzt im Alter macht sich dieser Unterschied schmerzlich bemerkbar. Sicher nicht bei allen weiblichen Rentnern aber bei den meisten. Nun kann man sagen, dass es uns Heutigen noch verhältnismäßig gut geht. Was wird aber in 20 Jahren sein, wenn diese Entwicklung so weiter geht? Altersarmut – und am Rande der Gesellschaft!

Sehen wir uns mal die zweite „Randgesellschaft “ an. Unsere Kinder! Kinderarmut ist auch im Ländle präsent. Leider!Die Eltern arbeitslos oder Hartz IV. Freizeitangebote sind für diese Kinder unerschwinglich. Kino, Sportverein, Musikunterricht werden auch mit einen „Bildungsgutschein“ unerreichbar bleiben. Für diese Kinder bleibt nur die Hauptschule, die sie meistens noch nicht einmal abschließen. Berufschancen gleich null. Eine Million dieser Kinder leben an der Armutsgrenze im reichen  Deutschland.

Die dritte Gruppe der „Ausgeschlossenen“ sind die hunderttausende der „Hartzer“. Ob es die ausgelernten Facharbeiter sind, die wegen mangelder Berufserfahrung oder mangelnder Arbeitsplätze, nicht  übernommen werden, oder die über 50-jährigen, die zwar die Berufserfahrung haben, aber zu alt sind für viele Unternehmen. Ich meine nicht diejenigen, die auf Kosten der Gesellschaft leben. Die wird es wohl immer geben.

Es gebe viel zu tun, um alle Bürgern ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Um mit Heinrich Heines Worten aus dem Zyklus „Deutschland ein Wintermärchen“ zu schließen: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht!“

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